Gerechtigkeit für die El Hiblu 3

Bild: Amnesty International/Joanna Demarco

Aktion des Monats April 2021

Drei Jugendliche und etwa 100 andere Menschen wurden vor zwei Jahren von der Besatzung des Öltankers „El Hiblu“ aus einem Schlauchboot auf dem Mittelmeer gerettet. Die Besatzung des Schiffs versuchte die Geretteten – menschenrechtswidrig – nach Libyen zurückzubringen, obwohl sie versprochen hatte, dies nicht zu tun.

Die drei Jugendlichen dolmetschten und verhinderten, dass die Menschen erneut nach Libyen in Haft und Folter gebracht wurden. Als der Tanker jedoch in maltesisches Gewässer einfuhr, stürmten die maltesischen Behörden das Schiff und behaupteten, die drei Jugendlichen hätten es mit Gewalt unter ihre Kontrolle gebracht. Es wurden so schwerwiegende Anklagen gegen sie erhoben, dass ihnen lebenslange Haftstrafen drohen. Und dies, obwohl es so gut wie keine Beweise gibt, die die Anklagen untermauern.

Dabei wollten die drei Jugendlichen nur in Sicherheit gelangen und die übrigen Geretteten schützen. Der maltesische Generalstaatsanwalt muss jetzt dringend alle Anklagen fallen lassen und das Verfahren einstellen.

Weitere Infos und Online-Petition unter:

https://www.amnesty.de/mitmachen/petition/anklagen-gegen-die-el-hiblu-3-fallen-lassen