Germain Rukuki freilassen!

Aktion des Monats Dezember 2020

Germain Rukuki ist ein Menschenrechtsverteidiger aus Burundi, dem seine Arbeit zum Verhängnis wurde. Er arbeitete früher für die christliche Anti-Folter-Organisation ACAT-Burundi (Action by Christians for the Abolition of Torture), bevor diese 2016 von den Behörden verboten wurde.

Germain wurde im Juli 2017 verhaftet und im April 2018 zu 32 Jahren Gefängnis verurteilt – ohne dass er oder sein Rechtsbeistand anwesend waren. Die Staatsanwaltschaft legte als belastendes Beweismaterial E-Mails zwischen ihm und ACAT-Mitarbeiter_innen vor, die aus der Zeit stammen, als ACAT-Burundi noch rechtmäßig als Organisation zugelassen war.

Das Gericht sprach Germain wegen haltloser Vorwürfe wie „Untergrabung der staatlichen Sicherheit“ und „Rebellion“ schuldig. Im Juli 2020 entschied der Kassatationsgerichtshof, dass sein Fall aufgrund des unfairen Prozesses neu verhandelt werden muss. Der Termin für das Berufungsverfahren steht allerdings noch nicht fest.

Germain sitzt seit drei Jahren zu Unrecht im Gefängnis. Er und sein jüngster Sohn haben sich noch nie gesehen. Lasst uns den Präsidenten von Burundi daran erinnern, die Menschenrechte zu achten.

Für Germain haben wir uns schon im Sommer 2018 eingesetzt. Die Neuverhandlung ist ein erster Erfolg. Sein Fall ist dieses Jahr Teil des weltweiten Amnesty-Briefmarathons.

Weitere Infos und Online-Petition unter: https://www.amnesty.de/mitmachen/petition/32-jahre-haft-weil-er-die-menschenrechte-verteidigt-hat